Was ist Diabetes?

Das Wort Diabetes ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „hindurchgehen“ oder „hindurchfließen“. Diese Bezeichnung wurde deshalb gewählt, weil die verschiedenen Erkrankungen, die unter dem Begriff Diabetes zusammengefasst werden, zu Auffälligkeiten des Urins führen. Bestandteile, die normalerweise im Körper verbleiben sollten, fließen quasi durch den Körper hindurch und werden über den Urin ausgeschieden.

Es werden die folgenden Formen eines Diabetes unterschieden:

  • Diabetes mellitus
  • infantiler Diabetes
  • juveniler Diabetes
  • Diabetes insipidus
  • renaler Diabetes
  • Diabetes salinus renalis

Diabetes mellitus

Die Diabetesform Diabetes mellitus wird im Volksmund als Zuckerkrankheit bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Stoffwechselstörung, die zu einer dauerhaften Erhöhung der Blutzuckerwerte führt (Hyperglykämie). Der Name bedeutet übersetzt „honigsüßer Durchfluss“ und beschreibt eines der Symptome des Diabetes mellitus, die Ausscheidung von Zucker über den Urin. Ursache dafür kann ein Insulinmangel, eine Insulinresistenz oder aber beides sein. Aufgrund der unterschiedlichen Krankheitsentstehung kann der Diabetes mellitus in folgende Formen eingeteilt werden:

  • Diabetes Typ 1
  • Diabetes Typ 2
  • Schwangerschaftsdiabetes

Infantiler und juveniler Diabetes

Sowohl beim infantilen als auch beim juvenilen Diabetes handelt es sich um eine Unterform des Diabetes mellitus, genauer betrachtet des Diabetes Typ 1. Diese Form ist bei Erwachsenen, insbesondere im Vergleich zum Diabetes Typ 2, selten. Bei Kindern hingegen, die an einem Diabetes mellitus leiden, wird zu 95 % ein Diabetes Typ 1 diagnostiziert. Aufgrund dieser Häufigkeit werden der infantile und der juvenile Diabetes als eigene Form geführt. Wird der Typ 1 Diabetes bei Kindern diagnostiziert, so spricht man von einem infantilen Diabetes, bei Jugendlichen entsprechend von einem juvenilen Diabetes.

Diabetes insipidus

Beim Diabetes insipidus handelt es sich um eine Störung der Urinausscheidung (Diurese). Urin wird in der Niere gebildet, wobei einer der letzten Schritte die Rückgewinnung von Wasser darstellt. Diese sogg. Wasserreabsorption ist bei einem Diabetes insipidus beeinträchtigt. Folge sind eine erhöhte Menge an ausgeschiedenem Urin und starker Durst bis hin zu einer Dehydratation (Abnahme des Körperwassers) der Betroffenen.

Renaler Diabetes

Der renale Diabetes ist eine angeborene Form der renalen Glukosurie. Ähnlich wie beim Diabetes mellitus ist eines der Symptome auch hier die Ausscheidung von Zucker über den Urin. In diesem Fall ist sie jedoch durch eine Funktionsstörung der Niere bedingt und führt somit nicht zu erhöhten Blutzuckerwerten.

Diabetes salinus renalis

Auch der Diabetes salinus renalis (renales Salzverlustsyndrom) ist die Folge einer Funktionsstörung der Niere. In diesem Fall geschieht keine Ausscheidung von Zucker über den Urin, sondern von Salzen (Elektrolyten). Durch den Salzmangel kann es u. a. zu nächtlichen Wadenkrämpfen und einer Azidose (Abfall des pH-Wertes im Körper) kommen.

Lydia Köper

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